| Preis | ~65 EUR |
| Aufloesung Foto | 24 MP |
| Aufloesung Video | 2K |
| Verbindung | Keine (SD-only) |
| Nachtsicht | Low-Glow (850nm) |
| Ausloesezeit | 0,3 s |
| Batterie | 8x AA |
| Bewertung | 7.5/10 |
Die SPYPOINT FORCE-24 ist eine klassische Offline-Wildkamera ohne jeglichen Schnickschnack. Kein 4G, kein WLAN, keine App – nur du, eine SD-Karte und das Wild. Für 65 Euro bekommst du solide Hardware von einem etablierten Hersteller. Die Frage ist: Reicht das in 2026 noch aus, oder solltest du direkt in eine Funkkamera investieren?
Wir haben die FORCE-24 zwei Monate lang im Wald getestet – an drei verschiedenen Standorten, bei unterschiedlichen Wetterbedingungen. Hier ist unser Urteil.
Die 24 Megapixel klingen erst mal beeindruckend – und bei Tageslicht liefert die FORCE-24 auch ordentliche Ergebnisse. Die Bilder sind scharf genug, um Wild eindeutig zu identifizieren. Farben wirken etwas kuhl (leichter Blaustich), aber das kannst du in der Nachbearbeitung korrigieren.
2K-Video ist fuer den Preis ein echtes Highlight. Die Aufnahmen sind fluessig (20 fps), und du kannst Verhalten gut dokumentieren. Allerdings: Die Videokompression ist relativ stark. Bei schnellen Bewegungen siehst du leichte Artefakte.
Nachts ist die Story anders. Die Low-Glow LEDs leuchten die Szene aus, aber die Bildqualitaet faellt stark ab. Bis 10 Meter noch gut erkennbar, darueber hinaus wird's koernig. Fuer die Revierarbeit reicht das – fuer forensische Zwecke eher nicht.
Die FORCE-24 ist erfrischend simpel. Keine App, keine Registrierung, kein Cloud-Zwang. Du legst 8x AA-Batterien ein, steckst eine SD-Karte rein (bis 32 GB), stellst Datum und Uhrzeit ein – fertig. Das Menu ist klar strukturiert, wenn auch etwas altbacken (monochromes LCD-Display).
Das Gehaeuse besteht aus robustem Kunststoff, wirkt aber nicht so wertig wie bei teureren Modellen. Das Batteriefach schliesst satt, und die Gummidichtungen machen einen soliden Eindruck. IP66-Zertifizierung bedeutet: Spritzwasser und Staub sind kein Problem. Bei Dauerregen wuerde ich trotzdem eine Schutzbox empfehlen.
Die Montage geht fix: Gurte sind im Lieferumfang, ein Stativgewinde (1/4") auch. Der Erfassungswinkel liegt bei ca. 42° – nicht besonders breit, aber ausreichend fuer schmale Wildwechsel.
SPYPOINT gibt 0,3 Sekunden an, und das konnten wir bestaetigen. Schnell genug fuer Rehe, Wildschweine, Fuechse. Nur bei sehr flotten Tieren (Hase, Marder) gibst du manchmal nur das Hinterteil ein.
Der PIR-Sensor reagiert zuverlaessig auf Bewegung und Waerme. Bei Temperaturen unter 5°C sinkt die Sensitivitaet leicht – typisch fuer passive Infrarot-Sensoren. Im Winter also lieber auf "High Sensitivity" stellen (kostet etwas Batterie, verhindert aber Fehldetektionen).
Mit 8x Alkaline-Batterien haben wir im Testbetrieb (ca. 50 Aufnahmen/Tag, Mix aus Foto und Video) rund 4 Monate erreicht. Im Winter mit Lithium-Batterien sogar knapp 5 Monate. Das ist solide, aber keine Sensation. Zum Vergleich: Moderne No-Glow-Kameras mit effizienterem LED-Design halten oft laenger.
Tipp: Nutze im Winter immer Lithium-Batterien (z.B. Energizer Ultimate). Die kosten mehr, halten aber bei Kaelte deutlich laenger als Alkaline.
Perfekt fuer: Absolute Einsteiger die erstmal testen wollen. Menschen die keine App wollen. Zweitkamera an unkritischem Standort. Geschenk fuer den Technik-Muffel.
Nicht geeignet fuer: Ernsthafte Revierarbeit (kein Funk = keine Echtzeit-Info). Sicherheit (Low-Glow). Scheues Wild (Low-Glow sichtbar).
Wenn du bereit bist, 184 Euro mehr zu investieren, bekommst du mit der ICU CLOM Cam 6 (249 EUR) eine komplett andere Liga:
Warum der Aufpreis lohnt: Du sparst dir Dutzende Fahrten zur Kamera. Du siehst Wild in Echtzeit. Und die Bildqualitaet ist in jeder Hinsicht besser. Wenn du es ernst meinst mit der Wildbeobachtung, ist die Cam 6 die smartere Wahl.
Wer mit der FORCE-24 startet und merkt, dass er 4G braucht:
Nein. Die FORCE-24 hat kein Funkmodul (kein 4G/WLAN). Du speicherst alle Aufnahmen direkt auf einer SD-Karte und liest sie vor Ort aus. Null Abo-Kosten, aber auch kein Fernzugriff.
Die FORCE-24 nutzt Low-Glow LEDs (850nm). Das bedeutet: Du siehst ein schwaches rotes Leuchten bei Nacht. Reichweite ca. 10-15 Meter, ausreichend fuer die meisten Ansitze. Fuer scheues Wild oder Sicherheits-Anwendungen empfehlen wir No-Glow Kameras wie die ICU CLOM EasyCam.
Ja! Die FORCE-24 nimmt Videos in 2K-Aufloesung auf. Du kannst Laenge (5-60 Sekunden) und Qualitaet im Menue einstellen. Videos werden direkt auf der SD-Karte gespeichert.
Mit 8x AA-Batterien haelt die FORCE-24 je nach Nutzung 3-6 Monate. Viele Videos und Nachtaufnahmen verkuerzen die Laufzeit. Wir empfehlen hochwertige Lithium-Batterien fuer kalte Monate.
Ja, die FORCE-24 ist nach IP66 zertifiziert – spritzwassergeschuetzt und staubdicht. Normale Regenschauer und Schnee sind kein Problem. Fuer extreme Bedingungen (Dauerregen, Ueberschwemmung) solltest du zusaetzlich eine Schutzbox verwenden.
Die SPYPOINT FORCE-24 ist eine ehrliche Budget-Kamera. Fuer 65 Euro bekommst du solide Hardware, ordentliche Bildqualitaet bei Tag und eine zuverlaessige Mechanik. Wenn du nur mal schnuppern willst, ob Wildkameras ueberhaupt was fuer dich sind – perfect.
Aber: In 2026 ist Offline schon sehr old-school. Keine Echtzeit-Benachrichtigung, keine Cloud, kein GPS. Du musst zur Kamera fahren, SD-Karte ziehen, Bilder uebertragen. Das nervt nach dem dritten Mal.
Unsere Empfehlung: Wenn du es ernst meinst, investiere direkt in eine 4G-Kamera. Die SPYPOINT FLEX-M kostet nur 34 Euro mehr und bietet dir Funk. Oder spring gleich zur ICU CLOM Cam 6 – da zahlst du zwar 184 Euro drauf, bekommst aber No-Glow, Video-Versand und Full-HD Nachtsicht.
Bewertung: 7.5/10 – Guter Einstieg, aber schnell ueberholt.
Weiterlesen: Beste unter 100 EUR · SPYPOINT FLEX-M Test · Kaufberatung · 4G-Kameras Vergleich