April 11

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Wolf reißt 42 Schafe: Wildkamera konnte Klarheit ins Dunkle bringen!

Dieser Beitrag ist von  Alex

April 11, 2020


Einige von euch haben es sicherlich auch in den Nachrichten verfolgt. In der Nähe von Stuttgart, in Bad Wildbad, wurden in der Nacht auf den 30.04.2018, 42 Schafe regelrecht niedergemetzelt. Für den Schäfer muss der Schock groß gewesen sein als er an jenem Morgen, seiner Herde einen Besuch abstatten wollte.

Wie es weitergehen soll weiß der Jungschäfer Florian Fröschle (22) nicht. Die Schafherde wurde quasi über Nacht um nahezu 30% reduziert, die Existenz ist bedroht, Florian hat wirklich Angst vor der Zukunft.

Jetzt ist das schnelle Handeln der Politik gefragt, sollte sich nun durch DNA-Tests bestätigen, dass die Tiere durch einen Wolf (canis lupus) gerissen wurden, so wird schnelle Hilfe zugesichert. Hätte Florian eine Nacht Kamera eingesetzt, wäre die Chance relativ groß, dass die Wölfe von der Wildkamera gefilmt worden wären, bzw. es würde jetzt feststehen was in der besagten passiert ist Nacht.

Ja ich weiß, hinterher ist man immer schlauer. Die Frage ist nur: “wie kann man eine Wildkamera so nutzen, dass sie nicht permanent Bilder von sich bewegenden Tiere an dich versendet“.

Du willst ja eigentlich nur informiert werden, wenn etwas Unvorhergesehenes passiert. Wenn ein Wolf in dein Gehege eindringt, das wäre zum Beispiel sowas.


So könnte man seine Herde vor Wolfattacken mit Wildkameras schützen

Wie eingangs schon erwähnt, macht es wenig Sinn eine Wildkamera bzw. Nachtkamera oder was auch immer, direkt neben der Herde zu installieren, wenn man nur im Ernstfall Bilder bzw. Videos haben möchte.

Dies ist mit begrenztem Budget heute noch nicht möglich. Sicherlich wird die Armee oder sonstige Sicherheitsdienste schon Kameras haben wo die Bilderkennung so gut funktioniert, dass zum Beispiel nur eine Aufnahme mit der Wildtierkamera gestartet wird, sobald der eingestellte Filter (ein vorbeilaufender Wolf) getriggert wird.

Wenn man es also auf Wölfe abgesehen hat, dann würde die Wildkamera nur auslösen wenn auch wirklich ein Wolf im Bild zu sehen ist. Wie auch immer, diese Technologie steht dem normalen Bundesbürger jedenfalls nicht zur Verfügung oder wäre wenn dann so teuer, dass es in keinem Verhältnis stehen würde.

Schafsherde vor Wolfattacken schützen: zwei Ansätze stehen zur Wahl

Wenn du dich als Bauer, Landwirt oder Schäfer einfach nur absichern möchtest, um nach einem Wolf Angriff auch schnell und unbürokratisch entschädigt zu werden so gibt es eigentlich nur zwei verschiedene Ansätze.


Tier-Überwachung zur Beweissicherung

Wenn Dir die Tiere mehr oder weniger „egal“ sind, ich weiß das klingt jetzt hart, weil man logischerweise an seinen Tieren sehr hängt, würde ich dir empfehlen, kauf ein paar ganz einfache Wildkameras von Apeman, Victure oder oder eben Campark.

Diese würde ich dann im ganzen Gehege verteilen umso die maximale Fläche abdecken zu können. Einfacher wäre es natürlich, wenn nachts die Schafe in ein kleineres Gehege gebracht werden wo man die Überwachung effizienter gestalten kann. Somit hast du nach einem Wolfgemetzel zumindest erstmal alles auf Band. 

Mit diesem Video Material sollte die Entschädigung durch die entsprechenden Behörden dann auch schnell von Statten gehen!
  • Vorteil: Es könnten billige Wildkameras verbaut werden
  • Nachteil: Du kannst nur noch reagieren nicht agieren, die Bilder siehst du erst wenn alles vorbei ist!

Was also machen? Ich sag es Dir. Wenn ich eine Schafherde besitzen würde, dann würde ich nur 4G Wildkameras einsetzen und zwar die von ICUserver, einem Österreichischen Herstellers mit Fokus auf Wildtierbeobachtung.

Ich habe über die Wildkamera einen ausführlichen Bericht geschrieben, wenn du hier klickst dann gelangst du direkt zu meinem Artikel.


Tier-Überwachung als Prävention zum rechtzeitigen agieren

Tendenziell bin ich immer ein Fan von 4G Wildkameras mit Sim Karte. Wenn du mehr darüber erfahren möchtest dann solltest du dringend meinen ICUserver Testbericht lesen. Hier habe ich die aus meiner Sicht, beste 4G Wildkamera ausführlich getestet.

Wenn du deine Tiere mit einer 4G Wildkamera schützen möchtest dann muss dir eine Problematik klar sein. Eine Wildkamera erzeugt immer dann ein Bild, wenn sich etwas vor dem eingebauten Bewegungsmelder „passiert“, sprich Bewegung stattfindet.

Bei einer einfachen Wildkamera ist das „Problem“ nicht so wild. Hier steckt eine SD Karte drin und die wird dann im schlechtesten Fall ruck zuck vollgeschrieben und das war’s. Nachteil wie gesagt, du bekommst immer erst Bescheid, wenn alles zu spät ist.

Die Mobile Wildkamera mit Sim Karte hingegen verschickt nach jeder Aufnahme ein Bild. Somit wird jedes Mal wertvolles Guthaben der Sim Karte „verbraten“. Und wenn die Tiere sich viel bewegen (sie werden ja nicht wie versteinert die Nacht verbringen) dann wird halt jede Menge Guthaben verbraucht.

Wir müssen uns also irgendetwas einfallen lassen, dass die Fehlauslösungen so gering wie möglich sind.

Schafherde überwachen & vor Wolfsattacken schützen – die Lösung

Am besten würde die Überwachung der Schafherde funktionieren, wenn du als Schäfer quasi zwei verschieden große Bereiche mit deinem – ich nenne es mal Schafzaun / Weidezaun einzäunst. Ich meine diesen Zaun wo man auch Spannung anlegen kann.

Im ersten abgesperrten Viereck halten sich die Schafe die Nacht über auf, Ihr Schlafgehege sozusagen. Wie groß dieses Nachtgehe sein soll ist dir überlassen.

Um dieses Nachtgehege herum spannst du dann ein weiteres Zaunviereck herum. Ich würde sagen die Pufferzone zwischen diesen Beiden Zäune sollte so 10 bis 20 m betragen.

Somit hast du nun eine Zone geschaffen wo sich kein Schaf befinden sollte.​

Wenn sich jetzt ein Wolf, irgendein Kampfhund oder sonstiges brutales Tier den Schafen nähert, muss er ja erst mal durch diese Pufferzone durch. Und zack, jetzt hast du Ihn. Innerhalb von maximal 2 Minuten bekommst du Bilder von der ICUserver Wildkamera auf dein Handy bzw. dein E-Mail-Postfach gesendet. Je nachdem was dir lieber ist.

Jetzt weißt du jedenfalls, dass irgendwas los sein muss bei deinen Schafen. Ob es nun wirklich ein Wolf ist kannst du direkt auf dem dir zugesandten Bild erkennen.

Wenn es nur ein Reh oder Wildschwein war, was wodurch die Fotofalle ausgelöst hat dann dreh dich wieder um und schlaf weiter. Wenn es wirklich ein Wolf war, dann schnell rein in die Klamotten und ab zur Herde.


Fazit: Die perfekte Lösung gibt’s nicht!

Fassen wir also zusammen. Wenn du eine kostengünstige Video Überwachung deiner Schafsherde haben möchtest dann empfehle ich dir dafür entweder Dir diese Wildkamera. ​Das ist wirklich eine solida Wildkamera und macht soweit das was Sie soll. Nachteil ist eben der, dass Du erst nach dem Geschehen informiert wirst.
Bedenke allerdings, dass du die Bilder nicht direkt auf dein Handy bekommst sobald etwas vor der Linse passiert, sondern diese auf der internen SD Karte abgespeichert werden und Du somit die Bilder erst sehen kannst, wenn du sie dir irgendwann mal auf deinen Rechner rüber kopiert hast.

Mit den einfachen Wildkameras kannst du also in der Regel immer nur reagieren, nicht agieren. Um den Behörden den Nachweis erbringen zu können, dass ein Wolf für das Schafsgemetzel zuständig war, reicht die Wildüberwachungskamera alle mal aus.

Möchtest du allerdings eine Live Video-Überwachung deiner Schaf Herde dann kommst du um die Verwendung einer 3G Wildkamera wie zum Beispiel der ICUserver nicht drum herum.

Dadurch, dass du binnen max. 2 Minuten ein Bild auf dein Handy bekommst, kannst Du dich ins Auto setzen oder was auch immer und deiner Herde schnell zur Hilfe eilen und den Wolf / Eindringling wie auch immer vertreiben.

Die Wildkamera mit SIM Karte versetzt dich in die Lage nun endlich agieren zu können und nicht mehr nur zu reagieren.

Geheimtipp: Wer ganz auf die Verwendung von Wildkameras zur Schafherden Überwachung verzichten möchte der sollte sich einen Esel anschaffen. Diese Tiere kennen keinerlei Furcht und gehen mit allem was sie haben (Bisse und gezielte Huftritte) auf den Angreifer los.

Über den Autor:

Egal was die Hersteller alles behaupten, ich habe es getestet! Herzlich willkommen auf meinem Wildkamera Blog. Mein Name ist Alex, Familienvater, Angestellter und leidenschaftlicher Technik-Nerd. Seit nun mehr als 4 Jahren beschäftige ich mich privat mit Wildkameras. Dieses Wissen und meine gesammelten Erfahrungen möchte ich mit euch teilen. Viel Spaß auf meinem Blog!

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